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Am 2. Dezember 1957 gründeten Käthe und Helmut Deweil, Rolf Waldschmidt, August Seibold sowie Alfred Mahler den Harmonika Spielring Bad Vilbel. Der Name wurde später in Akkordeonorchester
Bad Vilbel geändert. Mit 10 aktiven Spielern traf man sich montags im Kurhaus zum Proben und bereits am 9. Februar 1958 wagte man sich im internen Rahmen zum ersten Auftritt im Gasthaus „ Zur
Sonne“. Das erste öffentliche Konzert, verbunden mit einem bunten Abend, fand dann am 4. Oktober 1958 im „ Deutschen Haus“ in Groß- Karben statt. Der Abend war ein Erfolg. Noch im gleichen
Jahr wurde das Orchester Mitglied im Deutschen Harmonika- Verband ( DHV). Das anfänglich kleine Orchester bekam nun immer mehr Zuwachs, so dass man sich bereits ein Jahr später entschloss, an den
Wertungsspielen in Stuttgart teilzunehmen. Mit dem Erfolg war man zufrieden. 1959 fand dann auch das erste Konzert im Kurhaus Bad Vilbel statt, womit die Etablierung des Orchesters im kulturellen
Leben Bad Vilbels begann. Leider musste man insbesondere in den ersten Jahren des Bestehens oft den Probenraum wechseln, bis dann schließlich das Jugendheim in der Bergstraße und danach der
Marktpavillon zur dauernden Bleibe wurden. 1962 konnten erstmals das Kinder- und das Jugendorchester der Öffentlichkeit vorgestellt werden; junge Akkordeonisten, die von Käthe und Helmut Deweil
ausgebildet und musikalisch geformt wurden. Bedingt durch die aktive Jugendarbeit wuchs das Orchester in den folgenden Jahren auf nahezu 100 aktive Spieler heran. Wo Erfolg ist, bleiben jedoch auch
Enttäuschungen nicht aus. Hervorragende Spieler verließen das Orchester, teils aus beruflichen und teils aus privaten Gründen. Die dadurch entstandenen Lücken konnten jedoch immer wieder mit eigenem
Nachwuchs ausgefüllt werden. Hinsichtlich des Nachwuchses war Helmut Deweil gegen Ende der 60- iger und Anfang der 70- iger Jahre mit einigen Schülern bei Wertungsspielen besonders erfolgreich.
Eine große Zielsetzung des Orchesters war es schon immer, mit Hilfe der Musik die Menschen über die Grenzen unseres Landes hinaus näher zu bringen. So wurden Kontakt zu ausländischen Orchestern
aufgenommen, gemeinsame Konzerte veranstaltet, Konzertreisen ins Ausland unternommen:
1962: Teilnahme am Internationalen Harmonika- Volksmusikfest in Offenburg. 1963: Gemeinschaftskonzert mit
dem Staatlichen Ungarischen Akkordeon- Orchester in Bad Vilbel. 1964: Gemeinschaftskonzert mit dem Staatlichen Ungarischen Akkordeon- Orchester und dem Akkordeon- Orchester aus Grenoble/ Frankreich
in Bad Vilbel. Konzertreise in die Schweiz und nach Frankreich. 1965: Gemeinschaftskonzert mit dem Harmonika- Club Bluemlisalp aus Thun/ Schweiz in Bad Vilbel.
1969: Konzertreise ins Burgenland/ Österreich. 1974: Teilnahme am Internationalen Akkordeon Festival in Wien. 1975: Teilnahme an den Akkordeon- Weltfestspielen in Luzern. 1976- 1980: Jeweils
Gemeinschaftskonzerte mit dem Jugendorchester aus Hall/ Tirol in Bad Vilbel und Hall. 1983: Teilnahme am 1. Alpenländischen Akkordeon- Festival in Innsbruck. 1984: Konzertreise in die USA.
1986: Teilnahme am 2. Alpenländischen Akkordeon- Festival in Innsbruck. 1989: Teilnahme am 3. Alpenländischen Akkordeon- Festival in Innsbruck 1991: Konzertreise nach Barcelona/ Spanien.
1995: Konzertreise in die Partnerstadt Moulins/ Frankreich. 1997: Anlässlich des 40- jährigen Jubiläums fanden verschiedene Veranstaltungen des Orchesters statt.
2007: Zum 50- jährigen Jubiläum fand eine Akademische Feier statt.
Bei Konzerten und Mitwirkungen in Bad Vilbel und Umgebung erfreuen sich die Orchester des Spielrings immer großer Beliebtheit.
Das Publikum mag die Akkordeonmusik und honoriert die Vielseitigkeit des musikalischen Spektrums. Das Orchester pflegt die Volksmusik, ebenso wie die konzertante Musik, bringt auch sehr gerne allgemeine
Unterhaltungsmusik zu Gehör. Veranstaltungen, wie zb. die musikalischen Frühschoppen sowie das jährliche Herbstkonzert bieten dem interessierten Besucher eine große Palette der musikalischen
Möglichkeiten im Akkordeonorchester. Aus gesundheitlichen Gründen gab Käthe Deweil 1984 die Clubleitung an ihren Bruder Helmut ab. Im Frühjahr 1989 verstarb Käthe Deweil nach langer schwerer
Krankheit. Helmut Deweil verschrieb sich nun mehr auch beruflich ganz der Akkordeonmusik. Zusammen mit seiner Frau Elke übernahm er 1987 die Hohner - Musikschule, die in 1987 - 25 Jahre bestand und
erweiterte das Unterrichtsangebot. Als Komponist und Arrangeur für Akkordeonorchester hat sich Helmut Deweil einen klangvollen Namen in der Akkordeonszene gemacht. Als Bezirksleiter im Landesverband
Hessen des Deutschen Harmonika- Verbandes ist seine Initiative unentbehrlich geworden. So fand 1987 bereits zum zweiten Male das Bezirkstreffen für die Bezirksorchester in Bad Vilbel statt und
gleichzeitig wurde der 1. Musikpreis für Akkordeon- Solisten und –Duos der Stadt Bad Vilbel ausgetragen. Eine Veranstaltung überregionaler Größenordnung, die zukünftig alle zwei Jahre stattfinden
wird. Bad Vilbel ist durch all diese Aktivitäten über die Landesgrenzen hinaus bekannt und auf dem besten Wege, sich zu einem Blickpunkt der Akkordeonszene zu entwickeln. Im Herbst des
Kalenderjahres 1998 verstarb Helmut Deweil ebenfalls nach langer schwerer Krankheit. Seine vielfältigen Aufgaben und Engagements werden in seinem Sinne von seiner Ehefrau Elke weitergeführt.
Der Verein Akkordeon Orchester Bad Vilbel verfügt über 2 Orchester: Das 4-All-Ensemble unter der Leitung von Thomas Rützel
Das Große Konzert- und Unterhaltungsorchester unter der Leitung von Elke Deweil.
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In Memoriam Helmut Deweil
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