Akkordeon-Orchester Bad Vilbel e.V.
Sommerliche Klänge von Britten bis Rossini In den beiden evangelischen Kirchen von Dortelweil und Okarben gab das Akklibitum-Ensemble des Akkordeon-Orchesters Bad Vilbel jeweils am 10.06. und  11.06. ein nachmittägliches Ständchen mit sommerlich leichten Klängen. Viele Zuhörer fanden am Samstagabend und Sonntagnachmittag trotz Hitze – oder vielleicht deswegen – den Weg in die evangelischen Kirchen von Dortelweil und Okarben und genossen es, sich in einer kühlen Kirche bei romantischen Melodien zu entspannen. Das Akklibitum-Ensemble unter der Leitung von Thomas Rützel konzertierte unter dem Motto „Akklibitum konzertant“ und brachte ein vielseitiges Programm zu Gehör. Als Auftakt präsentierte das Ensemble aus zehn Akkordeonisten den Klassiker „A Whiter Shade of Pale“. Danach erklangen die Sätze 1 und 3 aus der „Simple Symphony“ von Benjamin Britten. Selten gespielt und musikalisch anspruchsvoll steht dieses Werk in einem starken Kontrast zu den Hörgewohnheiten der heutigen Zeit. Das im Original für Streichorchester geschriebene Stück fordert auch viel technisches und musikalisches Können der einzelnen Spieler in der Akkordeonadaption. Eine andere Geschichte, die jeder von uns aus seiner Kindheit kennt, ist die von Robin Hood, dem legendären Dieb, der seine Beute an die Armen verteilte. In zahllosen Varianten verfilmt und auf die Bühne gebracht, hörte das Publikum hier die omantische Variante, das Liebeslied von Bryan Adams aus dem Robin Hood-Film, den Kevin Costner berühmt machte. Dass auch Bach vielschichtig und zart auf zehn Akkordeons gespielt werden kann, bewies das Akklibitum mit dem Auszug „Schafe können sicher weiden“ aus der Kantate „Was mir behagt, ist die muntre Jagd”. Nach dem Halleluja von Leonhard Cohen erfreute die Pavane von Gabriel Fauré als musikalische Verkörperung eines lauen Sommerabends. Abgerundet wurde das Programm durch den romantischen Song „The Rose“ und das „Duetto buffo di due gatti“, ein scherzhaftes Duett für zwei Sängerinnen von Rossini, hier einmal von einem Akkordeon-Orchester (fast) ohne Gesangseinlage interpretiert. Angesichts der begeisterten Zuhörer ließ es sich das Akklibitum-Ensemble nicht nehmen, das Publikum mit den Zugaben „Gabriella’s Song“ aus dem Film „Wie im Himmel“, dessen Bühnenfassung in diesem Jahr auch bei den Burgfestspielen zu sehen ist, und der „Music for the Fountain“ in den lauen Sommerabend zu entlassen.